Wesermarsch / Bremerhaven - Jedutenhügel
Der Begriff „Jedutenhügel“, auch „Jedutenberg“ oder „Jodutenberg“ genannt, bezeichnet von Menschenhand aufgeschüttete Erdhügel, die man in der Wesermarsch, im Landkreis Cuxhaven, in Friesland und in Bremerhaven finden kann. Im Durchschnitt sind sie etwa 6 bis 7 Meter hoch und haben einen Durchmesser von bis zu 30 Metern. Sie sind weder Wurten noch Deiche. Doch wozu wurden sie eigentlich errichtet? Dienten sie vielleicht als Kultstätten oder als Seezeichen? Die genaue Herkunft ist nicht vollständig geklärt, und es gibt verschiedene Theorien dazu.
Eine Vermutung ist, dass sie früher als Gerichtsstätten genutzt wurden. Eine andere Theorie besagt, dass sie als Wachtberge dienten, die auf Anordnung Karls des Großen um das Jahr 800 errichtet wurden. Die sogenannten Jedutenhügel zogen sich beidseitig entlang der Wesermündung wie an einer Perlenschnur und dienten vermutlich zur Küstenwache. Dabei könnten auf ihnen Feuer entfacht worden sein, um das Land gegen die Angriffe der Normannen zu sichern.
Wo lassen sich Jedutenhügel finden?
- Bremerhaven, Am Jedutenberg
- Nordenham-Volkers, Kanonenweg (Tour 5 im Wanderführer "Wandern für die Seele, zwischen Elbe und Weser")
