Hier möchte ich dich mit spannenden Informationen, inspirierenden Touren und faszinierenden Einblicken in die Natur im Elbe-Weser-Dreieck begeistern. Ob du nach neuen Wanderideen suchst, mehr über die besonderen Landschaften und Naturschönheiten in der Region erfahren möchtest oder einfach nur Lust auf eine kleine Auszeit in der Natur hast – hier bist du genau richtig. Lass dich überraschen und schau einfach mal rein.
Sievern und die Storchenkolonie
Die Storchenkolonie in Sievern
Wer hätte gedacht, dass Sievern sich zu einer Storchenkolonie entwickelt und inzwischen die größte Kolonie im Elbe-Weser-Dreieck bildet?
Die kleine Ortschaft Sievern mit circa 1700 Einwohnern gehört seit 2015 zur Stadt Geestland. Zwischen 1988 und 2002 brütete kein Storchenpaar in Sievern. Trotzdem blieben die Bewohner optimistisch und richteten jedes Jahr die vorhandenen Nisthilfen für die Störche wieder her. Im Jahr 2002 wurde die Mühe belohnt: Ein Storchenpaar ließ sich nieder und zog erfolgreich ihre Jungen groß. In den folgenden Jahren kam das Paar wieder, und zogen erneut ihre Brut groß. Ab 2016 kamen weitere Storchenpaare dazu, sodass sich die Population nach und nach vergrößerte. 2025 wurde ein neuer Rekord mit 27 Nestern aufgestellt.
Alleine auf dem Grundstück der Familie Twachtmann befinden sich acht Storchennester. Herr Twachtmann ist nicht nur Künstler und Ortsheimatpfleger, sondern setzt sich seit über 30 Jahren unermüdlich und ehrenamtlich für die Störche ein und ist der „Storchenvater“ des Dorfes. In enger Kooperation mit der Storchenpflegestation in Berne werden verletzte Tiere von Herrn Twachtmann dorthin gebracht, wo sie medizinisch versorgt und gepflegt werden. Außerdem informiert er in interessanten Vorträgen und spannenden Ortsrundgängen über das Leben der Weißstörche in und um Sievern.
Wissenswertes zum Weißstorch (Ciconiidae):
Der Weißstorch gehört zur Familie der Störche und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Der große Schreitvogel mit seinem markanten Aussehen, dem roten Schnabel und Beinen, weißer Rumpf und schwarzes Hinterteil wird auch Adebar genannt.
Seine Nahrung besteht überwiegend aus Amphibien wie Fröschen, Kaulquappen und Regenwürmer, daneben fressen Störche auch Fische, Eidechsen, Schlangen, Wühlmäuse, Maulwürfe, Hamster und gelegentlich Ratten sowie größere Insekten.
Die Brutzeit beginnt im Frühjahr und dauert 32-33 Tage. Die Jungtiere bleiben während der Aufzucht oft mehrere Wochen im Horst, bevor sie flügge werden, und ziehen danach häufig noch eine Zeit lang mit den Eltern weiter, um Nahrung zu finden.
Die besten Beobachtungszeiten sind morgens und abends, wenn sich die Störche in der Natur und auf Feldern aufhalten und nach Nahrung suchen. Wichtig ist, Abstand zu halten und keine Nester zu stören, damit der Lebensraum der Tiere geschützt bleibt. Ein Fernglas erleichtert die Beobachtung, und Foto- oder Videostopps sollten möglichst nur aus sicherer Distanz erfolgen, um die Störche nicht zu verunsichern.
Über mich
Birgit Ewe
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